Schenken von Herzen, aber bitte WAS?

Was schenken, wenn das Kind doch schon alles hat.

Ich denke noch sehr gerne an den ersten Geburtstag meines großen Sohnes zurück. In meinem Kopf wabberten unzählige Ideen für die erste große Kindergeburtstagsparty und Geschenkideen für gefühlt die nächsten Jahrzehnte. Gab es nicht eine völlig neue Welt an bunten, wunderschönen, intelligenten, manchmal auch praktischen Dingen, die der kleine Mann sein eigen nennen könnte. Ach was war das für ein Spaß, die Kataloge nach den perfekten Geschenken zu durchforsten. Die Auswahl schien damals schier unendlich.

Für uns als Eltern stand dennoch immer fest, das wir von Herzen schenken möchten. Qualitativ hochwertig damit auch noch ein weiteres Geschwisterchen damit spielen kann. Und ganz wichtig nicht zu viel. Die Duplosammlung wuchs und wuchs. Bevor gefühlt alles von Duplo geschenkt war, was das Bob der Baumeisterherz meines Großen begeisterte war er den großen Duplosteinen entwachsen. Nun konnten wir mit den kleineren Legosteinen erneut eine neues Spielzeugsegment konsumieren.

Und jetzt?

Mein Sohnemann ist nun 7 und seine Legosammlung ist in den letzten Jahren dank genügender Anlässe und einer Vielzahl an Schenkenden auf eine beachtliche Größe angewachsen. Da stellt sich mir die Frage, braucht es noch mehr? Er scheint zufrieden mit der aktuellen Menge an bunten Plastiksteinchen. Bankräuber, Polizisten und Ritter leben in friedlicher Co Existenz in sämtlichen Ecken des Kinderzimmers und Erleben immer wieder neue spannende Abendteuer mit meinem Erstgeborenen.

Die Großelterngeneration schau oft nur mit einem Kopfschütteln in die überfüllten Kinderzimmer und fragt sich ob das nicht etwas viel sei. Natürlich ist es das, aber sollen wir Ostern, Weihnachten oder Geburtstag einfach Ersatzlos streichen weil die Kinder nichts mehr brauchen?

Was also schenken wenn das Kind schon alles hat?

Ich persönlich finde Geschenke toll die mit Erinnerungen verknüpft sind. Sei es ein Ausflug den man gemeinsam als Familie macht oder vielleicht etwas das in Opas Schuppen entstanden ist. Geschenke die einen individuellen Wert haben und nicht einfach im nächsten Shoppingcenter erworben werden können.

Manchmal ist nicht nur das Spielzeug das Geschenk sondern schon seine Entstehung. Mein älterer Sohn liebt es zu basteln und somit war der Besuch bei TinkerToys eine tolle Überraschung für ihn. Klar das mein technikaffines Kind begeistert war, was die 3D Drucker da machen.
Ein besonderen Einblick gab uns Sara von TinkerToys und hat uns sogar ins „Herz“ eines Druckers schauen lassen. Wahnsinn was in dem Druckerkasten alles drin ist.

„Schau mal Mama da gehen bunte Kabel in den Drucker rein und dann macht er daraus das was ich gezeichnet habe“

Es sah wirklich aus wie eine Schnüre a la Wäscheleine auf einer kleinen Kabeltrommel die den 3D Drucker speist. Das Material welches der Drucker nutzt besteht aus Maisstärke – die ungiftig für kleine Kinder ist und im Gegensatz zu Plastik biologisch abbaubar. Natürlich sind diesem Werkstoff wie jedem anderen Grenzen gesetzt die es zu beachten gibt.
Aber mit etwas Geduld und Kreativität kann man wirklich witzige Spielzeuge schöpfen.

Nach vielen Warum und Wieso Fragen, die Sara von TinkerToys im Workshop kindgerecht beantworten konnte, durfte mein Großer dann selbst zum Spielzeugdesigner werden. Alles was man später in 3D gedruckt haben möchte wird vorher in einem Computer mit Touchdisplay zusammen gestellt. Dafür hat man die Möglichkeit verschiedene vorgefertigte Module zusammen zu setzen. Inspiriert von den vielen Spielzeugen die im Laden ausgestellt waren ging es los. Anfangs hatten wir ziemlich mit der Software zu kämpfen weil manches vielleicht noch zu viel Spielraum lässt und es doch viele Funktionen gibt die erst einmal erforscht werden wollen.

Aber mit etwas probieren und tatkräftiger Unterstützung haben wir zusammen einen echt coolen Roboter mit Kugelarmen und Beinen gezaubert. Irgendwie ging es ja auch darum etwas zusammen zu erleben und nicht das Kind vor einem Computer zu parken. Darin sehe ich einen definitiven Mehrwert im Gegensatz zu einen „nur gekauften“ Spielzeug. Es steckt ein Erlebnis und ein gemeinsamer Schaffensprozess dahinter.
Auf dem Heimweg im Auto bekam ich zumindest ein sehr zufriedenes „Mama das war eine echt coole Überraschung mit dem Spielzeugdrucker“ und was will das Mutterherz mehr als ein glückliches Kind.

Alles Liebe Katharina

PS: Mein Geschenk für Euch – Ihr wollt selbst bei TinkerToys vorbei schauen? Dann könnt ihr jetzt einen Gutschein über 25% Rabatt für einen Gruppenkurs oder Kindergeburtstag (jeweils mindestens 3 Kinder) gewinnen. Schreibt mir einfach in die Kommentare was ihr gerne für ein Spielzeug bauen möchtet. Verlost wird am 1. April und nein das ist kein Scherz :-).

Ansonsten stehen einige Workshops bei TinkerToys auf der Agenda:

März
 18.03.2017 15.00-17.00 Uhr "3D-Druck für Monstermacher"

April
 13.04.2017 15-17 Uhr "Mit 3D-Druck zum Spielzeugerfinder"
 19.04.2017 15-17 Uhr "Frühlingsgefühle"
 21.04.2017 15-17 Uhr "3D-Druck für Monstermacher"

Mai
 09.05.2017 16-18 Uhr "Das große Krabbeln mit 3D-Druck"
 22.05.2017 16-18 Uhr "Mit 3D-Druck zum Spielzeugerfinder"

WO?
 Erich-Köhn-Straße 116
 04177 Leipzig

ANMELDUNG?
 Unter http://www.tinkertoys.de/leipzig/
 oder telefonisch unter 0341 92737994

Ich freue mich immer über Kommentare